Absegeln 2019

Der Wetterbericht war nicht sehr verheißungsvoll. Es sollte regnen, starker Wind mit heftigen Böen war angesagt. Trotzdem hatten sich bis Mitte der Woche zehn Boote angemeldet. Es gab wohl  Nachholbedarf für die wegen des Wassersportverbots  ausgefallene Lechfeldmeisterschaft.

Am Freitag war die Vorhersage nicht mehr ganz so schlimm. Der Regen sollte am Samstag Nachmittag  aufhören. Und so war es dann auch. Die Vorbereitung am Morgen war noch eine nasse Angelegenheit. Aber pünktlich zum Start des ersten Laufs fielen die letzten Tropfen. Der Wind ließ allerdings nichts zu wünschen übrig.

So konnten drei flotte Wettfahrten bei Windstärken zwischen 3 und 4  über die Bühne gehen. Böen bis zu 6 Beaufort sorgten für die eine oder andere Kenterung. Leider fiel eine der drei Variantas mit gerissenem Großfall aus. Damit konnte der Varianta-Cup in diesem Jahr nicht vergeben werden.

Am Ende lagen alle fünf Laser im Ergebnis vorn. Christian Weinberger setzte sich gegen Jeanette Schlosser und Robby Pfisterer durch. Bei den Zweihandbooten war Joschi Langer auf Varianta vorn. Darauf folgten Viktor Walter auf Nautica 24 und Olaf Klempau auf Varianta. Das detaillierte Ergebnis ist auf der Regattaseite des Jahres 2019  zu finden.

Achim Lindstedt leitete die Regatta zusammen mit Wolfgang Berlow. Marius Freitag sorgte für die Dokumentation und die Qualitätssicherung der Ergebnisse. Zum Abendessen kamen noch weitere Segelfreunde zu Eva Schattkas gewohnt guter Haumannskost.

Damit endete das Segeljahr 2019 versöhnlich, nachdem es durch die denkwürdige Blaualgen-Wasserportsperre eine unschöne Unterbrechung erfahren hatte.

Thaddäus Rdest – Nachruf

Unser Ehrenmitglied  und ehemaliger Vorstand Thaddäus Rdest ist im August nach kurzer schwerer Krankheit gestorben.

Thaddäus war im Jahr 1976 Gründungsmitglied der Seglervereinigung Merching. In verschiedenen Ämtern, zuletzt als stellvertretender Vorsitzender und von 2001 bis 2010 als Vorsitzender trug er Verantwortung für den Verein. 2010 ernannte ihn der Verein zum Ehrenmitglied. Er war leidenschaftlicher Segler. Bei den verschiedensten Anlässen hat er nicht nur aktiv sein Können unter Beweis gestellt, sondern auch viele Veranstaltungen organisiert und in der Regattaleitung gesteuert.

Mit seiner Erfahrung als Architekt beteiligte er sich wesentlich am Aufbau der Vereinsliegenschaften. Auch bei den Arbeiten selbst war er sich zum Anpacken nie zu schade.

                     

Ab 2015 wurde er für den Verein wieder sehr wichtig. Mit dem Bau der Fischaufstiegshilfe kündigte EON dem Verein das Gelände entlang des Damms. Thaddäus trieb die Planungen für das heutige Vereinsgelände und das neue Seglerhaus voran. Er erstellte den Bebauungsplan und gemeinsam mit dem Grünordnungsplaner die Vorlage zur Flächennutzungsänderung. In den nervenaufreibenden Verhandlungen bis zur Genehmigung behielt er immer die Ruhe und führte sie zum Erfolg. Im Jahr 2017 erreichte er mit der Genehmigungsfreistellung das endgültige Baurecht für die Seglervereinigung. Das Konzept des aktuellen Bauwerks stammt aus seiner Feder. In den folgenden Jahren beteiligte er sich bis zuletzt aktiv an der Umsetzung des Konzepts. Ohne Thaddäus wäre das alles so nicht möglich gewesen.

Wir alle werden ihn immer in Erinnerung behalten.

Berthold-Stamm-Trophy 2019: Wieder viel Wind am Samstag

Am Wochenende 3./4. August war es wieder so weit, und die jährlich Laser- und Topper Ranglistenregatta am Mandichosee stand auf dem Programm.

Die Berthold Stamm Trophy ist die meistbesuchte und wichtigste Regatta für die Seglervereinigung Merching und war in den letzten Jahren stets mit gutem Wind gesegnet.

Auch diesmal war uns das Wetter wohlgesonnen, und am Samstag war viel Wind angekündigt, den die 16 Laser Radial, 10 Laser Standard und 10 Topper Segler für einen ordentlichen Wettbewerb brauchen.

Die Segler reisten aus dem ganzen süddeutschen Raum – bis hin zur schweizer Seite des Bodensees – an, und diesmal gab es mit J.W. Wolters sogar einen Gast aus Belgien.

Bei 3-4 Windstärken ging es um 13:35 Uhr los zum ersten Lauf.

Der Wind steigerte sich über den Nachmittag weiter bis auf 5, in Böen 6 Windstärken, sodass es zunehmend anstrengend für die Sportler wurde.
In den Läufen 3 und 4 kam es daher auch zu vielen Kenterern, und Guido Bolenski hatte auf dem Sicherungsboot alle Hände voll zu tun, auf unsere Gäste und Mitglieder aufzupassen.

Bei den Laser Standard konnte Maarten Hund vom Württembergischen Yacht-Club mit drei ersten und einem zweiten Platz die meisten Läufe für sich entscheiden, und so den Rang 1 vor Christoph Wurm vom ASC und Florian Jungbauer vom HSC erreichen.

Bei den Laser Radial fuhr Moritz Kühn vom ASC auf Rang 1 – gefolgt von Christian Weinberger von der SVM und Nina Loser ebenfalls vom ASC.

Bei den Toppern konnte Andy Jung von der SVM mit drei ersten und einem dritten Plaz in den Einzelläufen ebenfalls einen unangefochtenen Rang 1 erreichen. Auf Rang 2 fuhr Udo Wendler vom YCAG, auf Rang 3 Holger Heimbrodt vom NTKD.

Der Samstag wurde nach vier Läufen von Regattaleiter Marius Klam für beendet erklärt. Über 40 hungrige Segler und Helfer plünderten das Kuchenbuffet, um die Zeit bis zum Abendessen zu überbrücken.

Nach dem Essen wurde von Teilnehmern und Helfern der Regatta in absolut bemerkenswerter Qualität live musiziert. Die nebenan am See stattfindende Serenade war laut Berichten einiger Segler zwar auch sehr gut, aber der gemütlichere Abend fand mit gitarrenlastiger und unverstärkter Musik in überschaubarer Runde definitiv auf dem Vereinsgelände der SVM statt.

Am Sonntag blieb der Wind erwartungsgemäß aus, und so sollten die hart erkämpften Platzierungen des Samstags nicht durch das Glücksspiel bei wenig Wind entwertet werden, und die Regatta wurde für beendet erklärt.

Bei der Siegerehrung verlieh Marius Klam gemeinsam mit Nikolai Schwechten die von Niko wie immer liebevoll gebastelten „Berthold-Stamm-Trophies“.

Für das leibliche Wohl hatten über das ganze Wochenende Lisa Gölsdorf und Alex Sauer mit viel Mühe, Liebe und guter Laune gesorgt.

Die Seglervereinigung Merching bedankt sich bei allen Teilnehmern und Helfern der Regatta, und freut sich auf das nächste Zusammentreffen der bunten Laser- und Topper-Runde im Jahr 2020!

Kurzbericht vom Opti-Training am 12.7.

Am Freitag wurde mit 5 unserer Junior-SeglerInnen ein weiteres Opti-Training durchgeführt. Andy Jung und Nikolai Schwechten betreuten die jungen SeglerInnen und brachten sie sicher und wohlbehalten auch durch stärkeren Wind mit einigen Kenterern.

Gerüchteweise plant das Jungvolk im Jahr 2020 mit Hilfe der 173er Yardstick des Optis einen Angriff auf die 3-jährige Weinberger-Vorherrschaft in der Vereinsmeisterschaft.

Seglerverenigung Merching kürt neuen Vereinsmeister

Am Wochenende 13./14.7. fand die Vereinsmeisterschaft der Seglervereinigung Merching statt.

Am Samstag wurde bei gutem Wind aber sonst eher durchwachsenem Wetter gestartet. Damit waren zwar 4 Wettläufe möglich, nass wurden die Teilnehmer der Regatta aber auch.

Samstagabend wurde wie üblich im Rahmen der Vereinsmeisterschaft das Seefest gefeiert, und vielfach direkt am See übernachtet.
Das Sonntägliche Programm startete – auch nach langjähriger Tradition – mit dem Weißwurstfrühstück.

Regattaleiter Marius Klam entschied dann noch etwas auf Wind zu warten, sodass am Sonntag erst um 12:50 der erste Lauf gestartet wurde, der dann zwecks unbeständigem Wind auch der einzige blieb.

Andi Weinberger ließ mit insgesamt 4 ersten Plätzen und einem zweiten Platz wenig Zweifel aufkommen wer dieses Jahr Vereinsmeister würde, und luchste den Wanderpokal damit seinem Bruder Christian ab, der 2017 und 2018 zwei Jahre in Folge die Vereinsmeisterschaft für sich entscheiden konnte.

Die Zweimann-Wertung konnten diesmal Steuermann Marc Pinther mit Vorschoter Hans-Joachim Lindstedt auf der Varianta für sich entscheiden – sehr zur Freude der Töchter Lucy und Nelly Pinther, die sich als Helferin auf der Sieger-Varianta und als Helferin der Regattaleitung aufgeteilt hatten.

Das dynamische Duo aus Ralf Vogel und Robert Pfisterer auf dem Flying Dutchman wurde diesmal von Pannen geplagt, und musste insgesamt 3 von 5 Wettläufen abbrechen bzw. ausfallen lassen.

Für die Versorgung der Teilnehmer sorgten Eva, Rita und Robert Pfisterer.

Die Seglervereinigung Merching bedankt sich bei allen Teilnehmern und ganz besonders den Helfern einmal mehr für ein gelungenes, faires und fröhliches Regatta-Wochenende in ihrem Heimatrevier.

Segeln am Mandichosee (Lechstaustufe 23)